Tourenplanung und Rückblick am Smartphone: Änderungen lassen sich am besten in Ruhe prüfen. KI/Redaktion

Komoot-Neuerungen im September 2026: Touren kürzen, teilen und besser planen

Aufzeichnungen am Smartphone kürzen, Touren als Flyover erleben und eigene Wegpunkte auf Karoo 2 oder 3 sehen: Wir erklären die Komoot-Neuerungen im September 2026 und ordnen sie gegenüber den bisherigen Updates ein.

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Das Komoot-September-Update 2026 bringt vor allem praktische Änderungen nach der E-Bike-Tour: Aufzeichnungen lassen sich jetzt auch am Smartphone kürzen und als Flyover-Video betrachten. Wer einen Hammerhead Karoo 2 oder 3 nutzt, bekommt außerdem eigene Wegpunkte auf dem Radcomputer angezeigt. Dazu kommen Verbesserungen bei Planung und Bedienung.

Dieser Beitrag setzt unsere Komoot-Updates aus Mai und Juni 2026 und den Rückblick auf das August-Update fort. Funktionen, die dort bereits ausführlich erklärt sind, ordnen wir hier nur kurz ein.

Ein Monatsrückblick, kein einzelnes Updatepaket

„September-Update“ bezeichnet bei Komoot mehrere Veröffentlichungen für unterschiedliche Plattformen. Die Neuerungen erscheinen deshalb nicht zwingend gleichzeitig auf Android, iPhone, Website und Radcomputer.

Das zeigt sich beim Kürzen: Die iPhone-Versionshinweise dokumentieren die Funktion bereits am 11. September. Auch Komoots Jahresübersicht ordnet sie für Android und iOS dem September zu. Die öffentliche Meldung unter „What's New“ folgte dagegen am 1. Oktober. Ein späterer Nachrichtenbeitrag ist somit nicht automatisch der erste Auslieferungstag.

Aufzeichnung am Smartphone kürzen

Ein typischer Fall: Die E-Bike-Runde ist beendet, aber die Aufzeichnung läuft auf der Heimfahrt im Auto weiter. Dadurch enthält die gespeicherte Aktivität einen zusätzlichen Schlussabschnitt. Mit der mobilen Kürzungsfunktion kannst Du unerwünschte Strecken am Anfang oder Ende entfernen.

Das Beispiel ist eine Alltagssituation zur Erklärung, kein eigener Praxistest. Die Funktion repariert außerdem nicht beliebige Fehler innerhalb einer Strecke: Einen einzelnen Abschnitt mitten im Track kannst Du auf diese Weise nicht herausschneiden.

Vor dem Speichern genau prüfen: Komoot beschreibt das Kürzen als dauerhafte Bearbeitung. Entfernte Streckenabschnitte und die dort zugeordneten Fotos werden gelöscht; die Änderung lässt sich nicht rückgängig machen. Unsere Empfehlung: Sichere bei wichtigen Touren zunächst die Originaldatei und kontrolliere beide Schnittgrenzen.

Die ältere Komoot-Hilfe erklärt noch die Bearbeitung auf der Website. Für den aktuellen mobilen Funktionsumfang sind zusätzlich die neueren Versionshinweise und die September-Übersicht maßgeblich. Eine daraus abgeleitete, vermeintlich auf allen Smartphones identische Klickfolge wäre unzuverlässig.

Hand hält ein Smartphone mit Komoot-Kartenansicht und farbigen Routen; ein abgestelltes E-Bike steht rechts im Hintergrund.
Kartenansicht aus einem Nutzer-Screenshot, KI-bearbeitet im Smartphone-Motiv. Die private Zuhause-Markierung wurde entfernt. Keine Darstellung der Kürzungsfunktion. — KI/Redaktion

Flyover: Deine gefahrene Tour als Video

Ein Flyover ist eine digitale Rückschau auf eine abgeschlossene Aktivität. Eine virtuelle Kamera folgt Deiner aufgezeichneten Strecke über Satellitengelände; je nach Gestaltung kommen Fotos und Tourdaten hinzu. Das ist weder eine Drohnenaufnahme noch eine neue Navigationsansicht während der Fahrt. Diese Funktion, ein kurzes Video von der Tour zu erstellen, gibt es eigentlich schon länger. Sie wurde aber in der letzten zeit mehrfach überarbeitet und erweitert. Bishar war es auch immer erst möglich, ein Video zu erstellen, wenn man der Tour mindestens 3 Fotos hinzugefügt hat. Das hatte aber wahrscheinlich eher etwas damit zu tun, dass Komoot seine Social-Funktionen schneller ausbauen wollte.

Du erstellst den Flyover in der mobilen App für eine selbst aufgezeichnete Aktivität. Eine bloße Markierung als Teilnehmer genügt nicht. Fotos sind optional. Komoot bezeichnet die Funktion im September-Rückblick als kostenlos.

Am 30. September meldete Komoot die weltweite Verfügbarkeit. Beim Export bleibt eine Einschränkung: Wegen unterschiedlicher Bildrechte lässt sich nicht jeder Flyover in die Smartphone-Galerie herunterladen. Eine grundsätzlich verfügbare Downloadtaste solltest Du daher nicht erwarten.

Für eine Hainleite-Runde kann das eine anschauliche Erinnerung sein. Kontrolliere vor dem öffentlichen Teilen aber das tatsächliche Video: Sind Wohnadresse, vertrauliche Treffpunkte oder unerwünschte Fotos erkennbar? Dass eine Datenschutzzone in jedem Export genauso wirkt wie in der Aktivitätsansicht, habe ich noch nicht überprüfen können. Mehr dazu erklärt unser Beitrag Komoot-Touren datensparsam teilen.

Eigene Wegpunkte auf Hammerhead Karoo 2 und 3

Deine benannten Komoot-Wegpunkte erscheinen jetzt auch auf Hammerhead Karoo 2 und 3: in der Routenvorschau, unterwegs und bei Hinweisen auf kommende Punkte einschließlich der verbleibenden Entfernung.

Praktisch ist das beispielsweise für einen bewusst eingeplanten Pausenplatz oder einen vereinbarten Treffpunkt. Eine hinterlegte Bezeichnung sagt allerdings nichts über Öffnungszeiten, Zugänglichkeit oder die Verfügbarkeit einer Lademöglichkeit aus.

Die Ankündigung bezieht sich ausdrücklich auf Karoo 2 und 3. Daraus folgt keine allgemeine Unterstützung auf Bosch-Displays oder beliebigen anderen Radcomputern.

Android-Planer und kleinere Verbesserungen

Den überarbeiteten Android-Routenplaner haben wir bereits im August-Rückblick behandelt. Komoot führt ihn zusätzlich im September auf und datiert die öffentliche Vorstellung auf den 3. September. Er ist deshalb Teil dieses Monatsüberblicks, aber kein hier erstmals vorgestelltes Thema.

Der Planer bietet ein aufgeräumteres Layout und eine einfachere Wegpunktverwaltung. Trail View, Street View und Routenpräferenzen helfen beim Prüfen und Anpassen; vorhandene Ansichten hängen vom Bildmaterial am jeweiligen Ort ab. Der neue Planer setzt kein Premium-Abo voraus. Bilder ersetzen trotzdem keine Prüfung der aktuellen Befahrbarkeit.

Weitere September-Punkte lassen sich knapp einordnen:

Plattform Änderung Praktischer Nutzen
iPhone Wegpunkte ersetzen; Auswahl beim Hinzufügen merken Weniger wiederholte Eingaben beim Umplanen
Android App-Verknüpfungen Schnellerer Einstieg in häufig genutzte Funktionen
Website Markierung des gesuchten Ortes Suchergebnis auf der Karte leichter zuordnen
Garmin Komoot-App 4.26.9 Gerätebezogene App-Aktualisierung; kein allgemeines Versprechen neuer Displayfunktionen

Welche Neuerung hilft Dir wann?

Zeitpunkt Nutzen
Vor der Tour Wegpunkte und Streckenführung prüfen. Änderungen in Ruhe planen.
Auf dem Radcomputer Eigene Stopps auf Karoo 2 oder 3 wiederfinden. Geräteunterstützung beachten.
Nach der Tour Aufzeichnung kontrollieren, bei Bedarf kürzen und den Flyover vor dem Teilen ansehen.

Entscheidungshilfe: Wähle die Funktion nach Deinem Bedarf. Ein neuer Monatsrückblick bedeutet nicht, dass jede Neuerung auf jedem Gerät verfügbar ist.

Fazit: Kleine Änderungen mit erkennbarem Nutzen

Für Smartphone-Nutzer sind die Nachbearbeitung und der Flyover die interessantesten Ergänzungen. Auf Karoo 2 und 3 helfen eigene Wegpunkte bei der Orientierung. Der Android-Planer bleibt ein wichtiger Anschluss an unseren August-Beitrag.

Unser konkreter Tipp: Schau Dir zunächst eine abgeschlossene Tour an. Prüfe die Aufzeichnung und teste die Flyover-Vorschau, bevor Du etwas dauerhaft änderst oder öffentlich teilst. Weitere Anleitungen und die früheren Rückblicke findest Du in unserer Komoot-Serie.

Quellen

Stand und Abruf: 21. Oktober 2026. Herstellerangaben; kein eigener Funktionstest.

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