Spatenstich für den Helbetal-Radweg: Neue Verbindung von Holzthaleben nach Ebeleben
Am 6. Oktober 2026 erfolgte der Spatenstich für den Helbetal-Radweg. Die geplante Verbindung von Holzthaleben nach Ebeleben soll das regionale Radwegenetz stärken.
Holzthaleben. Bei sonnigem Herbstwetter ist am 6. Oktober 2026 der symbolische Spatenstich für den neuen Helbetal-Radweg von Holzthaleben nach Ebeleben erfolgt. Die Teilnehmer griffen gemeinsam zu den Spaten und markierten damit den Baustart eines Vorhabens, das die Radverbindungen im westlichen Kyffhäuserkreis verbessern soll. Für Radfahrer vor Ort und für Gäste der Region verbindet sich damit die Aussicht auf neue Möglichkeiten im Alltag und bei Ausflügen. Zuerst ein paar persönliche Worte vorweg. Gemeinsam haben wir seit Jahren genau hierfür gekämpft, endlich einen ersten sicheren Radweg in unserer Region zu haben. Heute ist etwas in greifbare und sichtbare Nähe gerückt, von dem ich schon kaum noch glaubte, es irgendwann nutzen zu können.
Vor den Feldern standen zunächst die vorbereiteten Spaten und das große Baustellenbanner im Mittelpunkt. Anschließend versammelte sich die Gruppe am Erdhaufen zum gemeinsamen Spatenstich. Die Bilder des Termins halten diesen Moment fest: aus einem geplanten Radweg wird ein sichtbares Bauprojekt. Bis zur ersten durchgehenden Fahrt bleibt allerdings noch Arbeit zu leisten.
Von Holzthaleben über die Dörfer nach Ebeleben
Der auf dem Baustellenbanner dargestellte Verlauf führt von Holzthaleben über Großbrüchter und Toba in Richtung Holzsußra und Ebeleben. Er endet dort auf dem Unstrut-Werra-Radweg und bietet somit eine Anbindung in Richtung Mühlhausen, Bad-Langensalze und in der anderen Richtung nach Sondershausen., Bad Frankenhausen und darüber hinaus. Damit zeigt die Karte eine Verbindung mehrerer Orte, die für die Region auch jenseits des Tourismus interessant ist. Ein zusammenhängender Weg kann kurze Fahrten zwischen den Gemeinden ebenso erleichtern wie die Planung längerer Runden.
Die Kreisverwaltung nennt für das Gesamtvorhaben eine Streckenlänge von 13 Kilometern. Ziel ist die Anbindung von Helbedündorf, Holzsußra und Ebeleben an den überregionalen Unstrut-Werra-Radweg. Schon die Projektvorstellung des Landkreises vom September 2025 beschrieb diese Verbindung als wichtigen Baustein für Alltagsverkehr und Radtourismus. Damals wurde noch der Arbeitstitel „KYFF-Helbe-Radweg“ verwendet.
Was der neue Weg für Radfahrer bedeutet
Für Menschen, die regelmäßig mit dem Fahrrad oder E-Bike unterwegs sind, zählt vor allem, ob sich einzelne Strecken zu einer sinnvoll nutzbaren Verbindung ergänzen. Ein neuer Abschnitt entfaltet seinen Wert besonders dann, wenn Ortsanschlüsse und Übergänge zu bestehenden Wegen gut funktionieren. Genau deshalb ist die geplante Verbindung zum Unstrut-Werra-Radweg für den Kyffhäuserkreis interessant.
Mit einem E-Bike lassen sich längere Wege und Anstiege leichter bewältigen. Die Motorunterstützung ersetzt jedoch keine gut ausgebaute Infrastruktur. Ein verlässlicher Wegverlauf, eine gut befahrbare Oberfläche und verständliche Orientierung bleiben entscheidend. Der Helbetal-Radweg bietet die Chance, die Voraussetzungen für solche Fahrten zwischen Holzthaleben und Ebeleben zu verbessern. Dieser Weg ist aber nicht nur für E-Bike-Fahrerinnen und Fahrer geeignet, auch die Bio-Bike-Fahrerinnen und Fahrer werden hier keine zu starken Anstiege vor sich haben und auch ohne Motorunterstützung gut und entspannt ans Ziel kommen.
Auch für Ausflüge könnte die neue Verbindung zusätzliche Spielräume eröffnen. Wer in Holzthaleben startet, hätte künftig eine weitere Möglichkeit, regionale Strecken mit überregionalen Radachsen zu verknüpfen. Welche Runde sich nach der Freigabe besonders lohnt, lässt sich dann anhand des tatsächlich fertiggestellten Verlaufs beurteilen. Die heutige Baustellenkarte liefert dafür einen ersten Überblick.
Bundesförderung unterstützt das Vorhaben
Nach der Mitteilung des Landkreises zum Haushalt 2026 sind für den Radweg bis 2028 rund sieben Millionen Euro vorgesehen. Der Bund unterstützt die 13 Kilometer lange Strecke mit 5 Millionen Euro.
Für die Umsetzung ist das Landratsamt Kyffhäuserkreis zuständig, das nach seiner Projektinformation mit den beteiligten Gemeinden zusammenarbeitet. Der heutige Spatenstich setzt dafür ein sichtbares Zeichen. Aus Sicht der Radfahrer wird anschließend vor allem der praktische Fortschritt zählen: Wann werden einzelne Abschnitte fertig, wie werden die Orte angebunden und ab wann ist die Verbindung durchgehend nutzbar?
Baustart heißt noch keine Freigabe
Laut Aussage der Landrätin Antje Hochwind-Schneider ist die Freigabe für das Jahr 2028 geplant. Bis dahin hofft die Gemeinde Helbedündorf, auch den zweiten, in Eigenregie geplanten Radweg von Holzthaleben nach Keula in die Wege leiten zu können. Hier sind die Fördermittel beantragt und eine Bauplanung hat schon begonnen. Dann bestehen nur noch zwei kleine Lücken, um das Netz zu schließen, zwischen Keula und Zaunröden und dann zwischen Beberstedt und Silberhausen im Eichsfeld. Aber auch da ist der Eichsfeldkreis mit seinem Radverkehrskonzept dran, Abhilfe zu schaffen. Denn ein Netz ist nur dann ein Netz, wenn nicht zwischendurch große Stücke fehlen.
Für die Tourenplanung gilt vorerst: Den neuen Helbetal-Radweg erst nach einer bestätigten Freigabe als nutzbare Verbindung einplanen und während der Bauphase die Beschilderung vor Ort beachten. Eine Einordnung weiterer regionaler Vorhaben bietet unser Beitrag Radwege im Kyffhäuserkreis 2026–2028.
Der 6. Oktober 2026 bleibt damit zunächst der Tag des gemeinsamen Baustarts. Für Holzthaleben, die Orte entlang der Strecke und Ebeleben beginnt die nächste Etappe auf dem Weg zu einer besseren Radverbindung. Die Fotos zeigen den Auftakt; über den Nutzen im Alltag wird am Ende der fertiggestellte Weg entscheiden.
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